Olympia-Maskottchen befreit

Bekennervideo aufgetaucht: NOlympia befreit Hamburgs Olympia-Maskottchen!

Viele haben es vermutet, nun gibt es den erschreckenden Beweis: Hamburg klont Olympiamaskottchen! In den Katakomben des Unilever-Gebäudes, dem Sitz der Hamburger Olympiabewerbungsgesellschaft, werden eine unbekannte Zahl plüschiger Geschöpfe festgehalten und gequält, um sie als Maskottchen für die Olympischen Spiele 2024 einsetzen zu können. In einer spektakulären Aktion ist es NOlympia Hamburg nun gelungen, drei dieser Wesen zu befreien. Wir dokumentieren die Befreiungsaktion hier in Bild und Film. Olympia-Maskottchen befreit weiterlesen

Geschichtswerkstatt St. Georg erteilt „Kulturolympiade“ eine Absage

Neben vielen anderen Kulturinstitutionen wurde auch die Geschichtswerkstatt St. Georg von der Kulturbehörde (!) aufgefordert, sich an der Entwicklung einer sogenannten “Kulturolympiade” zu beteiligen.

Wir dokumentieren hier die Begründung, mit der die Geschichtswerkstatt die Teilnahme abgelehnt hat:

Nun also noch das: Auch wir GeschichtswerkstättlerInnen sollen uns an einer „Kulturolympiade“ beteiligen, deren Ideen und Erträge am 28. September präsentiert werden, damit sie noch eingehen in die allseitige Pro-Olympia-Beeinflussung der BürgerInnen. In dieser Stadt bekommt man eh schon seit Monaten den Eindruck, dass das Referendum am 29. November nur noch eine Farce ist: Die Handelskammer, der Senat, das Abendblatt, der HVV usw., alles trommelt.

Wir aus der Geschichtswerkstatt machen da nicht mit, so das einhellige Votum ihres Vorstandes. Wir halten nichts von der Bewerbung Hamburgs um die Olympischen Spiele. Die um sich greifende Eventisierung, die völlig unklaren (und weiter geheim gehaltenen bzw. kaschierten) Kosten, die voranschreitende Gentrifizierung, Zehntausende neue Hotelbetten und Gastrobetriebe, ein gigantisches Sicherheitsprogramm und die drastische Beschneidung von Rechten und öffentlichem Raum – all das trifft unser Viertel in besonderem Maße, all das sind Aspekte eines Olympia-Hypes, der einer aufgeklärten Stadtgesellschaft und einer von uns geförderten Stadtteilidentität diametral entgegensteht. Die Energie, die gegenwärtig verpulvert wird, um die Olympischen Spiele mit Macht durchzusetzen, diese Energie sollte unseres Erachtens vielmehr darauf verwandt werden, die Situation der Flüchtlinge sofort und nachhaltig zu verbessern.

Also, die „Kulturolympiade“ im Zusammenhang mit der hamburgischen Olympia-Bewerbung wird ohne uns stattfinden. Und wir rufen die anderen Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive auf, sich ebenfalls ablehnend zu positionieren. Und die Fragen zu stellen, die auf dem angehängten Plakat des Einwohnervereins in St. Georg gestellt werden.

 

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HAW-Studierende sind nolympisch!

Auch der AStA der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) unterstützt den Aufruf der Verfassten Studierendenschaft der Universität und solidarisiert sich mit Nolympia-Hamburg!

“Nach dem HmbHG sehen wir uns in der Verantwortung uns als Studierendenvertreter kritisch mit der Thematik Olympia auseinanderzusetzen, insbesondere da der Hamburger Senat auf eine bedingungslose und Fakten vernachlässigende Unterstützung der Hochschulen für Olympia in Hamburg hofft” schreiben die Referent*innen in ihrer Pressemeldung.

Wir begrüßen diese hochwillkommene Verstärkung und freuen uns auf weitere Gremien und Organisationen, die diesem Vorbild folgen!

Die vollständige Erklärung findet sich auf der Webseite des HAW-AStA: http://www.asta.haw-hamburg.de/#oMT

Hamburg activists liberate olympic mascots

Bekennervideo aufgetaucht: NOlympia befreit Hamburgs Olympia-Maskottchen!

Viele haben es vermutet, nun gibt es den erschreckenden Beweis: Hamburg klont Olympiamaskottchen! In den Katakomben des Unilever-Gebäudes, dem Sitz der Hamburger Olympiabewerbungsgesellschaft, werden eine unbekannte Zahl plüschiger Geschöpfe festgehalten und gequält, um sie als Maskottchen für die Olympischen Spiele 2024 einsetzen zu können. In einer spektakulären Aktion ist es NOlympia Hamburg nun gelungen, drei dieser Wesen zu befreien. Wir dokumentieren die Befreiungsaktion hier in Bild und Film.

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Video-Link: https://vimeo.com/138410784

Die erschreckende Wahrheit: Die befreiten Maskottchen wurden in den Laboren des ECE-Konzerns geklont und monatelang extremen Quälereien ausgesetzt. Den geschundenen Kreaturen geht es nach der Befreiung den Umständen entsprechend gut, an den Langzeit-Folgen der Experimente werden sie noch lange zu leiden haben. So mussten sie stundenlang den Hamburger Olympiasong hören und dazu bis zur Erschöpfung La-Ola-Begeisterungswellen vorführen. Im Internet kursierenden Gerüchten zufolge soll an diesen Quälereien auch der „erste Olympiabotschafter Hamburgs“, Alexander Otto, beteiligt gewesen sein. Otto gilt – neben der Handelskammer – als Initiator des derzeitigen Olympiabewerbungsspektakels, das vor allem der Bau- und Tourismusbranche goldene Zeiten bringen soll.

NOlympia Hamburg verurteilt diese Quälerei unschuldiger Plüschtiere aufs Schärfste und ruft alle Hamburgerinnen und Hamburger auf: Stoppt das Klonen von Olympia-Maskottchen!

Hinter Hamburgs Olympiabewerbung stehen Konzerninteressen und Wirtschaftsakteure, die den Ausverkauf und die Privatisierung der Stadt weiter voran treiben wollen. Olympia ist ein enormer Beschleuniger der sozialen Spaltung in Hamburg. Während das IOC und ein paar Konzerne die Gewinne abschöpfen, soll die Öffentlichkeit die Zeche für die Spiele zahlen. Lasst uns gemeinsam diesen Olympia-Wahnsinn stoppen! (1)

Die gute Nachricht zuletzt: Es gibt Etwas Besseres als Olympia. Die befreiten Maskottchen nennen sich selbst NOlys und haben freudig die Seiten gewechselt. Ab heute engagieren sie sich bei NOlympia Hamburg und geben ihr Debüt beim Schanzenviertelfest.

Unsere NOlys stehen für eine weltoffene, soziale Stadt, in der niemand gequält wird und alle Plüschtiere und Menschen willkommen sind – egal welcher Herkunft und Fitness. Sie sind ab sofort Hamburgs Maskottchen der Herzen – ob sie Sport treiben, faulenzen, demonstrieren oder flanieren. Die NOlys sind Teil der Hamburger Botschaft gegen Olympia. Lasst sie uns kollektiv knuddeln gegen die kalten Olympia-Visionen von Senat und Wirtschaft!

1) Eine detaillierte Auflistung der Akteure und Profiteure von Olympia findet sich hier:
https://www.nolympia-hamburg.de/who-is-who/

 

Bilder

 

Schlichte Frage, klare Antwort

Während inzwischen bekannt wurde, dass allein für Sicherheitsmaßnahmen – also die flächendeckende Umwandlung der Stadt in eine hochgerüstete Festung – fast 1,4 Milliarden Euro veranschlagt werden, hat der Senat nun auch mitgeteilt, welche Frage er den künftigen Einwohner*innen dieses Hochsicherheitstraktes im Herbst zur Abstimmung vorzulegen gedenkt.

Die Formulierung lautet schlicht:

„Ich bin dafür, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund mit der Freien und Hansestadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2024 bewirbt.“

Die Antwort darauf kann ebenso schlicht nur ein Wort sein: “Nein!”

Auch wer nicht grundsätzlich gegen das Mega-Spektakel ist, dürfte angesichts des Blankoschecks, den sich der Senat ausstellen lassen will, Bedenken bekommen.

Denn in der Formulierung werden an die Zustimmung keinerlei Bedingungen geknüpft, kein Kostenrahmen – oder wenigstens ein “Kostenkorridor” – wird einzuhalten sein, keine Vorgaben für echte Nachhaltigkeit werden gemacht – und von irgendwelcher Mitbestimmung der Hamburgerinnen und Hamburger bei der Planung der mit den Spielen verbundenen Umstrukturierung weiter Teile der Stadt ist natürlich überhaupt keine Rede.

Stattdessen wird aus Anlass der Vorstellung der Frage wieder versucht, mit absurd niedrigen Zahlen Schön Wetter zu machen. Erst kürzlich konnten wir lesen, dass die kalkulierten Kosten für die Bewerbung inzwischen von etwa 50 auf 70 Millionen Euro gestiegen sind. Nun redet der Sport- und Innensenator wieder von „nur fünf oder sechs Millionen Euro“, welche die Stadt zu tragen habe – wenn denn der Bund, die Wirtschaft und wer weiß welch mysteriöser Goldesel mitspielen. Wenn das seriös ist, kann ich meine Miete demnächst auch mit einem ausgefüllten Lottoschein bezahlen…

Quelle: Hamburger Abendblatt – „Senat legt sich auf Olympia-Abstimmungstext fest“

Gegen die Aushebelung der direkten Demokratie – Kein Blankoscheck für Olympische Spiele!

Die offene Plattform gegen olympische Spiele in Hamburg (NOlympia Hamburg) spricht sich gegen die Verfassungsänderung zur Durchführung von „Bürgerschaftsreferenden“ aus, die SPD, Grüne, CDU und AfD derzeit im Hau-Ruck-Verfahren durchpeitschen wollen. Der Gesetzentwurf hebelt bestehende Möglichkeiten der direkten Demokratie aus. Gegen die Aushebelung der direkten Demokratie – Kein Blankoscheck für Olympische Spiele! weiterlesen